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Werden Sie Unterstützer:in bei 100xSolidarität

Die Initiative 100xSolidarität fordert die sofortige Freilassung der über 600 politischen Gefangenen – und ruft mit prominenten Botschafter:innen zur hundertfachen Solidarität auf.

Beteiligen auch Sie sich an dieser Aktion: Zeigen Sie Ihre Unterstützung für die politischen Gefangenen in Belarus! Zeigen Sie auf der Aktionswebsite 100xSolidarität.de Gesicht – gemeinsam mit vielen anderen Unterstützer*innen!

Mitmachen ist ganz einfach: Schicken Sie wenige kurze persönliche Sätze und ein Foto von sich mit dem folgenden Formular. Ihr Statement wird bald darauf auf der Aktionswebseite 100xSolidarität.de veröffentlicht.

https://100xsolidaritaet.de/unterstuetzerin-werden/

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Informationskampagne #BelarusSichtbarMachen fortgesetzt

Heute wird die Informationskampagne #BelarusSichtbarMachen von RAZAM und Libereco fortgesetzt.

Ihr lernt die 24-jährige Alana Gebremariam kennen, eine der über 600 politischen Gefangenen in Belarus:

  • Wer ist diese beeindruckende junge Frau?
  • Wer ist die Richterin, die Alana unschuldig für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis geschickt hat?
  • Wer setzt sich eigentlich für Alana ein?

Macht Belarus mit uns gemeinsam sichtbar! Teilt unsere Posts und seid gespannt, wenn am 9. August unsere Webseite online geht.

https://www.instagram.com/belarussichtbarmachen/

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Poetischer Abend

Ein herzliches Dankeschön an alle, die an dem poetischen Abend am 24. Juli in Berlin teilgenommen haben. Die Veranstaltung wurde mit organisatorischer Unterstützung der Botschaft des Volkes von Belarus in Deutschland und RAZAM e.V. vorbereitet.

Die Anwesenden erinnerten sich an das Leben tapferer und edler Helden, die sich der Idee der Wiedergeburt von Belarus verschrieben haben, und lasen Gedichte dieser hervorragenden Dichter: Jan Czeczot, Kastus Kalinouski, Frantischak Bahuschewitsch und Maxim Bahganowitsch. Anna aus Polen bereicherte den Abend mit einer wunderbaren Darbietung des Liedes „Sorka Venus“ nach dem Gedicht von Maxim Bahdanowitsch.

Besonderen Dank an Sjaerhej, der die Medienpräsentation vorbereitete und sich um die technische Ausstattung kümmerte. Herzlicher Dank geht auch an Janna und Lina, die am Ende des Abends Protestgedichte ihrer Lieblingsdichter des modernen Belarus vortrugen, und Wolga. Sie konnte leider nicht teilnehmen, aber sie hat ein schönes Video ihres Gedichts aufgenommen, das nach dem, was sie auf den Straßen von Minsk erlebt hat, entstanden ist.

Dieser Abend löste bei allen Teilnehmern einen Sturm der Gefühle aus. Das großartige Lebensbeispiel unserer berühmten Landsleute und die geistige Energie ihrer bezaubernden Gedichte haben uns alle mit Freude und Kraft erfüllt und unseren Wunsch gestärkt, für die Freiheit von Belarus bis zum endgültigen Sieg zu kämpfen. Es lebe Belarus!

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Konzert des Freien Chores in Berlin

Am 27. Juli fand in Berlin am Tegeler See das Konzert des Freien Chores statt.

Der Freie Chor entstand im August 2020 in Minsk als Reaktion auf die politischen Ereignisse im Land und trat zunächst auf den Stufen der Philharmonie auf, danach auch in verschiedenen öffentlichen Orten: auf den Straßen, in Einkaufszentren und U-Bahn-Stationen. Er ist ein Zusammenschluss von Berufsmusiker_innen, die nicht schweigen können und ihre Position mit Hilfe vom Singen zum Ausdruck bringen. Aber selbst das Singen in Belarus ist mittlerweile gefährlich, daher treten die Musiker_innen ausschließlich mit versteckten Gesichtern auf.

Es wurden Lieder von belarusischen Musikern nach Gedichten von Yanka Kupala, Yakub Kolas, Uladzimir Karatkevich, Ales Dudar, Uladzimir Nyaklyaeu aufgeführt. Alle Lieder wurden durch gemischten Chor a cappella gesungen. Der letzte Teil des Konzerts fand gerade auf Wasser statt.

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Breathe Freedom

Wir präsentieren eine großartige Initiative, die von unseren Freund*innen von der gemeinnützigen Freiwilligenorganisation „Breathe Freedom“ organisiert wurde. So beschreiben sie ihr Projekt selbst:

„Sie entscheiden, wie viel Sie spenden möchten. Alles, was Sie über die Kosten hinaus bezahlen, wird an einen Hilfsfonds für die Menschen in Belarus überwiesen oder persönlich an Bedürftige gespendet. Wir garantieren, davon zu berichten.“

Der Großteil der Postkarten, Masken, Stoffbeutel, Flaggen, Schirme und T-Shirts, die den Protestgeist und das weiß-rot-weiße Bild unserer Aktionen in Berlin und Brandenburg schaffen, sind kreative Werke von „Breathe Freedom“. Freiwillige der Initiative versorgten sogar Swetlata Tichanowskaja, Pawel Latuschko und die Potsdamer Polizei mit Protestsymbolen.

Wenn Sie eine Flagge, einen Regenschirm, eine Maske, eine Tasche, usw. bestellen möchten, füllen Sie bitte dieses Formular aus.

Bestellen Sie hier T-Shirts und Hemden mit langen Ärmeln.

Alle Informationen zur Initiative „Breathe Freedom“ finden Sie auf dem Telegrammkanal oder senden Sie Ihre Fragen an die E-Mail breathfreedom.de@gmail.com.

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Verhaftet in Minsk wegen weiß-rot-weißer Schleifen

Die weiß-rot-weiße Fahne ist in Belarus zu einem Symbol des Protests gegen das Lukaschenko-Regime geworden. Der Staat verfolgt erbittert jegliche Darstellung vom Protest im öffentlichen Raum und schreckt weder vor Grausamkeit noch vor Absurdität zurück.

Das folgende Video hat die belarusische Polizei auf eigener Webseite gepostet.

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Logo-Wettbewerb

Wir danken allen, die am Logo-Wettbewerb teilgenommen haben, sowie denen, die aktiv für ihre Lieblingsoptionen gestimmt haben.

Die Arbeiten zur Fertigstellung des Logos werden fortgesetzt.

Wir gratulieren den drei Finalisten, welche wir mit den Waren unserer Freunde von Breathe Freedom News auszeichnen werden.

Erster Platz: Anastasia Mangelsdorf

Zweiter Platz: Anastasia Mangelsdorf

Dritter Platz: Twitter-Account des Designers: @NowBelarus

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Belarus: Stoppt die Gewalt

Foto: Viktor Drachev (TASS)

Am 9. August fanden in Belarus Präsidentschaftswahlen statt. Sie wurden erneut eklatant zu Gunsten des langjährigen Herrschers Lukaschenko gefälscht. Dies löste einen Sturm von Protesten der Bevölkerung aus. Die Sicherheitskräfte reagierten mit beispiellosen Terror: Massenverhaftungen, Schläge und Folter von Demonstranten.

Eine Welle spontaner Arbeitsniederlegungen schwappte über das Land. Arbeiter*innen begannen, Streikkomitees zu bilden, um einen landesweiten Generalstreik zur Unterstützung des demokratischen Wandels vorzubereiten.

Zu den Forderungen der Streikenden gehören:

  • die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen als ungültig anzuerkennen,
  • alle politischen Gefangenen und Demonstranten freizulassen,
  • die Verfolgung der Streikteilnehmer*innen zu verhindern
  • und das System der kurzfristigen Verträge aufzuheben.

Die Verwaltung und die Sicherheitsdienste üben enormen Druck auf die Streikenden, die Mitglieder des Streikkomitees und ihre Familien aus. Vielen wird mit Entlassung gedroht. Aktivisten werden von den Sicherheitsdiensten inhaftiert. Wir müssen helfen, die Welle der Gewalt zu stoppen.

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Zwischen Pandemie und Freiheitskampf

Vom verzweifelten Kampf belarusischer Ärzte gegen das Virus und die Diktatur. Ihren emotionalen Aufruf zur Solidarität richten die Mediziner an ihre Kollegen im Ausland.


Sehr geehrte Damen und Herren,
Geschätzte Kollegen,

seit dem 9. August 2020 erlebt Belarus Proteste gegen den Ausgang der Präsidentschaftswahlen, die von zahlreichen Verletzungen begleitet wurden und infolge dessen von meisten Ländern sowie von führenden internationalen Organisationen wie etwa der OSZE nicht anerkannt wurden. Die Bewegung belarusischer Menschen für Freiheit und Selbstbestimmung gewann bereits die Unterstützung führender Demokratien der Welt sowie die der zahlreichen zivilgesellschaftlichen und religiösen Organisationen. Der friedliche Charakter des belarusischen Protests wurde zu seinem Markenzeichen und seine Entschlossenheit und Unnachgiebigkeit – zum Vorbild für andere Völker im Kampf für die Ideale der Freiheit und Gerechtigkeit.

Die Staatsmacht reagierte auf den friedlichen und legitimen Protest mit unverhältnismäßiger Gewalt. Nach über drei Monaten der Proteste wurden mehr als 28.000 Bürger des Landes festgenommen und zu administrativen Haftstrafen verurteilt, über 1.500 wurden von Sicherheitskräften misshandelt, rund 1.000 sind im Gefängnis und als politische Gefangene anerkannt, 8 friedliche junge Männer wurden durch die Polizei ermordet, einer von ihnen wurde im Wald erhängt… Kein einziger Fall von Mord und Gewalt führte zu strafrechtlichen Ermittlungen.

Belarusische Ärzte konnten beim Kampf des Volkes gegen den Machtmissbrauch der Polizei und für Freiheit und eine bessere Zukunft für das gesamte Land nicht im Abseits stehen. Wir forderten das Ende der Gewalt, die Freilassung von politischen Gefangenen und die illegal verhafteten Bürger sowie den Beginn des Dialogs zwischen dem Staat und der Zivilgesellschaft. Unseren friedlichen Protest begannen wir während der Arbeitszeit. Das Recht dazu garantieren uns sowohl die belarusische Verfassung als auch die Statuten des Völkerrechts.

Im Ergebnis wurden mehr als 200 Ärzte und medizinisches Personal durch die Sicherheitsbehörden inhaftiert und verurteilt:

  • über 40 bekamen administrative Haftstrafen von 8 bis 30 Tagen,
  • über 150 müssen Geldstrafen in der Höhe von 1-2fachen Monatsgehältern entrichten,
  • einige Mediziner wurden durch die Polizei zusammengeschlagen,
  • einige verloren nach ihrer Inhaftierung die Arbeitsstelle (inmitten der COVID-19-Pandemie).

Die Verhältnisse in den Gefängnissen unseres Landes sind inhuman, besonders zuzeiten der COVID-19-Pandemie. Den Insassen werden bis auf Paracetamol alle Medikamente vorenthalten. Häufig dürfen sie sich tagsüber nicht auf ihre Betten legen und in eine Zelle sind 4-10 Personen eingepfercht.

Nach einigen Tagen Haft müssen sich viele Ärzte und andere Bürger mit COVID-19-Komplikationen zur stationären Behandlung in Krankenhäuser begeben. Wir betrachten diesen missbräuchlichen Umgang mit Menschen, mitunter Ärzten, als barbarisch und unzulässig!

Wir sind der festen Überzeugung, dass neben den professionellen Fähigkeiten Ärzte, Pfleger und anderes medizinisches Personal auch ihr Festhalten an universellen Werten wie Humanismus und Gerechtigkeit ausmacht. Und wir dürfen davon nicht abrücken.

Deshalb wenden wir uns an Sie in der Hoffnung auf Ihre Unterstützung mit der Bitte:

  • öffentlich repressive Maßnahmen der belarusischen Polizei, des Staates und von Lukaschenko zu verurteilen,
  • sich an das belarusische Gesundheitsministerium zu wenden und darauf zu drängen, die Kontrolle über die Zustände der Unterbringung von Gefangenen zu erlangen und diese mit medizinischer Hilfe zu versorgen,
  • sich an das belarusische Außenministerium zu wenden und an der Freilassung vom medizinischen Personal und dem Ende der Repressionen und der Gewalt gegen die Zivilisten zu bestehen,
  • sich an die anderen internationalen medizinischen Organisationen mit der Forderung zu wenden, belarussische Ärzte und Bürger zu unterstützen.

Hochachtungsvoll und in der Hoffnung auf Ihre Unterstützung,
Belarusische Ärzte

15.11.2020
Minsk, Belarus

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Belarus: Petition unterschreiben

Gewerkschaftsaktivisten befreien! Bitte unterschreiben und an Ihre Kollegen, die Gewerkschaft oder Betriebsrat schicken!