Förderprojekt
Reflect to connect (Belarus, Deutschland, Italien)
Das Projekt fokussiert das Themenfeld: Die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts – wie sich Diktaturen etablierten und repressive Praktiken in Deutschland, Italien und Belarus entwickelten, welchen Nachhall sie noch haben und welche Narrative sich im heutigen Belarus und bei den Rechtspopulisten in Deutschland wiederholen, und wie ihnen jetzt begegnet werden kann als Gegenstand historisch-politischer Bildung und Jugendarbeit. Angesichts zunehmend lauter anti-demokratischer und anti-europäischer Stimmen in vielen Ländern Europas sowie im Kontext des Kriegs in der Ukraine wird ein steigender Bedarf, das Narrativ „Faschismus in Italien & Deutschland in den 30er Jahren“, „AfD heute“ und „Diktatur in Belarus heute“ in den Fokus der historisch politischen Bildung zu stellen, antizipiert, um sich kritisch mit deren negativen Nachwirkungen sowie positiven (Selbst-)Bildern auseinanderzusetzen. Der gegenwärtige Aufschwung des Rechtspopulismus, begleitet von zunehmender Aggressivität, sprachlicher Enthemmung und sozialer Polarisierung, beeinflusst auch die Bereiche Jugendbildung und Jugendarbeit. Die 1930er Jahre sind deshalb von zentraler Bedeutung, da sie den Aufstieg des Faschismus in Italien und Deutschland markierten, als Mussolini und Hitler ihre totalitären Regime festigten. Diese Zeit zeigt, wie fragile Demokratien in Diktaturen umschlagen können, wenn extremistische Ideologien und autoritäre Tendenzen auf fruchtbaren Boden fallen. Parallelen zu heutigen Entwicklungen, wie dem Aufstieg der AfD in Deutschland und der Diktatur in Belarus, verdeutlicht jene Zeit die Gefahren von Populismus und autoritärer Herrschaft. Das Studium dieser Epoche hilft, die Mechanismen von Unterdrückung und Propaganda zu verstehen und Lehren für den Schutz der Demokratie in der Gegenwart zu ziehen. Grundidee des Projektvorhabens ist, das Projekt als Pilotprojekt zu gestalten und das Seminar mit demselben Konsortium (Belarus, Italien und Deutschland) jährlich zu organisieren, um eine nachhaltige Kooperation zu ermöglichen. Im Laufe des Projekts werden folgende Aktivitäten organisiert: 2 Online-Treffen (das erste vor Beginn des Seminars und das zweite einen Monat nach dem Seminar); ein 6-tägiges Präsenzseminar mit intensiver Gruppenarbeit zu den Projektthemen inkl. zweier Besuche von Erinnerungsorten – der Gedenkstätte KZ Buchenwald und des Erinnerungsorts Topf & Söhne – sowie einem Workshop-Tag mit Workshops zu Themen wie Soziale Kunst und Memory Landscapes: Re-thinking the Nature of Memorial Camps ; Netzwerktreffen aller Partner des Projekts, bei dem über die weitere Zusammenarbeit gesprochen werden könnte.
Gefördert durch:





