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Bonn: art is resistance upshot I

25. September / 17:00 30. Oktober / 22:00 CEST

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Ein Zeitungsartikel im faz.net „Repression in Belarus: Der Diktator, der nicht einmal vor Kindern halt macht“ vom 03.06.2002, bewegte die Konzeptkünstlerin Natasza Deddner diese Thematik künstlerisch zu visualisieren. Ganz stark beeinflusst durch den Tod des 18 Jahre alten Dmitrij Stachowkij, der aus dem 15. Stock eines Hochhauses in den Tod sprang um einer Haftstrafe in
Belarus zu entkommen. „Es ist anzumerken, dass der Jugendliche Verdächtiger in einem Strafverfahren war, das aufgrund von Massenunruhen eröffnet wurde ist, die in der Hauptstadt im vergangenen Jahr stattfanden“ so der Strafverfolger von Diktator Lukaschenko.
Deddner erlebte jedoch die Proteste als sehr friedlich, das keinesfalls das harte Vorgehen gegen die Demonstranten in irgendeiner Art und Weise gerechtfertigten würde. Menschen die für die Demokratie und Freiheit sich solidarisieren und friedlich gegen die letzte Diktatur in Europa friedlich protestieren.
Der Sohn der Künstlerin ist gerade 2 Jahre jünger als Dmitrij.

Natasza Deddner verarbeitet in ihren Gesamtwerk das menschliche Verhalten und daraus resultierende Zustände. Für die Ausstellung konzipierte Deddner zwei Videoinstallationen. „15th floor“ zeigt den Sturz aus dem 15. Stock als eine
Wandprojektion. Damit lässt Deddner Dmitrijs Sprung in den Tod immer wieder dem Betrachter aufs Neue erleben.
„upshot I“, die als zweite Videoinstallation in der Ausstellung zu sehen ist, ist ein Video das auf 6 an der Wand hängenden Monitoren, das die Vergänglichkeit der jungen Menschen visualisiert. Ergänzt ist die Arbeit mit belarusisch sprechenden Stimmen, die eine unheimlich starke Solidarität der Belarussen zeigen.
Ergänzend sind noch großformatige schwarz-weiß Fotografien, Malerei und Rauminstallationen zu sehen.
Durch „upshot I“ kam Deddner mit der belarusischen Diaspora in Kontakt, wodurch das ganze Projekt eine sehr starke Dynamik entwickelte. Plötzlich wurden viele Menschen Teil des Projektes und ließen so ein Rahmenprogramm entstehen, das im Oktober jeden Samstag ab 17.00 Uhr zu der Ausstellung in der Galerie stattfinden wird. Dem Projekt von Deddner schlossen sich Musiker
von der Bewegung #MusicForBelarus an die Konzerte veranstaltet um Spenden für politisch Verfolgte, Geflüchtete sowie deren Familien zu sammeln, sowie Redner die Vorträge über Belarus, dessen Geschichte, Kultur und die politische Fragestellungen halten werden, wie auch viele andere Künstler um die Solidarität zu stärken.
Deddner möchte ein Podium schaffen für einen gemeinsamen Dialog zwischen der Diaspora und der allgemeinen Bevölkerung. Sie möchte den Belarussen Mut machen und zeigen dass Europa sie nicht vergessen hat. Deshalb war es besonders wichtig für Deddner dieses Projekt durch eine staatliche Institution gefördert zu bekommen. Beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft in NRW bewarb sich Deddner für ein Stipendium und erhielt die Förderung.

Mit freundlicher und tatkräftiger Unterstützung durch Minsk Club Bonn e.V. & Razam e.V

Belarusische Diaspora in NRW

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Bonn Bad Godesberg

Bürgerstr. 12
Bonn Bad Godesberg,
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