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Berlin: Krieg und Frieden. Vergangenheit und Zukunft der Ukraine

13. Juni / 19:00 21:00 CEST

Seit der Invasion im Februar 2022 stellt sich die Frage nach den Zielen der russischen Aggression mit neuer Schärfe. Sie lässt sich nur beantworten, wenn man die historischen Hintergründe in den Blick nimmt. Der Krieg mit den überraschenden Erfolgen der ukrainischen Armee wirft zudem Fragen nach der weiteren Entwicklung auf.

Als Wolodymyr Selenskyj 2019 zum Präsidenten der Ukraine gewählt wurde, war sein erstes Anliegen, den seit 2014 bestehenden Kriegszustand mit Russland zügig zu beenden, um die Ukraine im Frieden politisch und gesellschaftlich reformieren zu können. Doch schon damals wurde deutlich, dass es Präsident Putin nicht um eine Beendigung des Konflikts, sondern um die fortgesetzte Schwächung der Ukraine ging. Seit der Invasion im Februar 2022 stellt sich die Frage nach den Zielen der russischen Aggression mit neuer Schärfe. Sie lässt sich nur beantworten, wenn man die historischen Hintergründe in den Blick nimmt. Der Krieg mit den überraschenden Erfolgen der ukrainischen Armee wirft zudem Fragen nach der weiteren Entwicklung auf: Wie verändert der Krieg die ukrainische Gesellschaft? Was wird aus den Reformen, die mit denen Selenskyj als Präsident die Ukraine verändern wollte? Wie kann man sich ein Ende des Krieges und eine Friedensordnung vorstellen?

Darüber diskutieren unter der Leitung des Münchner Osteuropa-Historikers Martin Schulze Wessel:

Kateryna Mishchenko ist eine ukrainische Autorin, Verlegerin und Kuratorin zeitgenössischer Kunst. Sie war Herausgeberin des Online-Magazins Prostory und Mitbegründerin des Kiewer Verlags Medusa. In ihren Publikationen setzt sie sich unter anderem mit der politischen Protestkultur der Ukraine auseinander. Auf Deutsch ist erschienen: Euromaidan. Was in der Ukraine auf dem Spiel steht (Suhrkamp 2014), Ukrainische Nacht (Spector Books 2015).

Andrii Portnov ist Professor für Entangled History of Ukraine an der Europa-Universität Viadrina (Frankfurt/Oder) und Gründer des Forschungsnetzwerks PRISMA UKRAЇNA. Seine Forschungen befassen sich mit der verflochtenen Geschichte und Erinnerungskultur der Ukraine, Polens und Russlands im 20. und 21. Jahrhundert. Dazu ist zuletzt erschienen: Polen und Ukraine. Verflochtene Geschichte, geteilte Erinnerung in Europa (Forum Transnationale Studien 2022).

Olga Shparaga war bis 2021 Professorin für Gegenwartsgesellschaft, Ethik und Politik am European College of Liberal Arts in Belarus und lebt seit 2020 im Exil. Sie hatte Fellowships in Deutschland, Polen, Litauen und den USA inne und war Redakteurin verschiedener Kulturzeitschriften wie Novaja Europa und pARTisan. Derzeit ist sie eine der prominentesten Stimmen der feministischen Protestbewegung gegen die Lukaschenko-Diktatur in Belarus.

Anmeldung hier.

Wissenschaftskolleg zu Berlin

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