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Berlin: Quo Vadis, Belarus? Krieg, Diaspora, Souveränität

17. Mai / 18:00

Seit dem Beginn des Krieges, den Russland gegen die Ukraine führt, ist Belarus weitgehend aus dem öffentlichen Diskurs und aus der internationalen Berichterstattung verschwunden. Es ist allerdings auch ein Krieg, der vom belarusischen Staatsgebiet aus geführt wird und damit erneut die Relevanz des Landes und seiner gesellschaftlichen Situation vor Augen führt. Wie steht die belarusische Gesellschaft zu dem Krieg und wie reagiert sie darauf? Welche Rolle spielt der belarusische Machthaber in diesem Krieg genau? Welche Folgen haben die Entwicklungen der vergangenen zwei Jahre innerhalb des belarusischen Machtgefüges für die dramatische aktuelle Lage?

Am 26. Mai wird die belarusische Oppositionsführerin Swjatlana Zichanouskaja in Aachen mit dem Internationalen Karlspreis geehrt, ebenso ihre Mitstreiterinnen Weronika Zepkalo und die inhaftierte Maria Kolesnikowa. Wir wollen die Auszeichnung zum Anlass nehmen, die aktuelle Lage der belarusischen Gesellschaft und die oben aufgeworfenen Fragen zum Krieg in der Ukraine zu beleuchten. Darüber hinaus wollen wir diskutieren, in welcher Form der Aufbruch der demokratischen Bewegung in Belarus und der Krieg auf die neue belarusische Diaspora und ihre Politisierung einwirkt und welche Chancen es für ein souveränes Belarus gibt.

Sprecher*innen:

Regina Elsner (Moderation) ist Theologin und seit September 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZOiS. Regina Elsner forscht zur gesellschaftspolitischen Rolle und zur sozialethischen Haltung der Orthodoxen Kirchen in Osteuropa seit dem Ende der Sowjetunion mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Friedens- und Konfliktethik sowie der Gender-Thematik.

Jörg Forbrig ist Direktor für Mittel- und Osteuropa beim German Marshall Fund of the United States. Von dessen Berliner Büro aus befasst er sich mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Osten Europas, arbeitet zu Fragen von demokratischen Reformprozessen und europäischer Integration und leitet Förderprogramme für Zivilgesellschaft und unabhängige Medien in Ostmitteleuropa und in Belarus. Er hat Politikwissenschaft, Soziologie und Osteuropakunde in Leipzig, Krakau und Budapest studiert und am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz promoviert.

Tatiana Shchyttsova ist Professorin für Philosophie und akademische Direktorin des Zentrums für Philosophische Anthropologie an der Europäischen Humanistischen Universität Vilnius, Litauen. Sie gehört zu den bekanntesten Intellektuellen ihres Landes. In ihrer Forschung beschäftigt sich Shchyttsova unter anderem mit der Phänomenologie der Intersubjektivität und Ethik sowie mit der sozialen und philosophischen Analyse der Beziehungen zwischen den Generationen. Zu den Vorgängen seit 2020 in Belarus hat sie sich in Beiträgen immer wieder geäußert.

Ingo Petz ist Journalist und bei dekoder für Belarus zuständig. Nach dem Studium der Osteuropäischen Geschichte und Slawistik in Köln und Wolgograd (Russland) volontierte er bei der Kölnischen Rundschau. 2002 berichtete er zwei Jahre lang für deutsche Medien aus Neuseeland. 2004 war er Stipendiat des Marion-Gräfin-Dönhoff-Programmes in Baku, Aserbaidschan. Neben seiner Arbeit als Journalist hat er Konzerte und Lesungen für belarusische Musiker und Schriftsteller organisiert. Ingo Petz beschäftigt sich mit Belarus seit mehr als 20 Jahren.

Die Veranstaltung findet unter 3G statt, es herrscht Maskenpflicht während der Veranstaltung.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

ZOiS – Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien

ZOiS

Mohrenstr. 60
Berlin, 10117 Deutschland
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