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Berlin: Revolution praktizieren: Kurzfilmprogramm – Teil 3

4. September / 20:00

Vor einem Jahr gingen die Menschen in Belarus auf die Straße, um gegen die gefälschten Wahlen zu protestieren. Diese Proteste wuchsen zu einer der größten Demokratie-Bewegungen in der neueren Geschichte Europas. Die Philosophin Olga Shparaga beschreibt diese Bewegung als eine postnationale Bewegung und spricht vom “weiblichen Gesicht dieser Revolution”. Welche Formen kann heute der Widerstand gegen autoritäre staatliche Strukturen annehmen und welche Prozesse sind notwendig um ihn über längere Zeit aufrechtzuerhalten? Wie kann man diese Formen des Widerstands erfassen und neu erfinden? Welche Rolle spielt die verbindende Care-Politik und wie entstehen solidarische Gemeinschaften?

Die Videoarbeiten der aus Belarus stammenden Künstler*innen beleuchten verschiedene Perspektiven auf die Ereignisse im Laufe der Protestbewegung und die Situationen in welchen die Künstler*innen sich wiederfinden: Von kritischen Auseinandersetzung mit der staatlichen Propaganda in Belarus, Gegenüberstellung von “Sprache und Ästhetik” bis zu intimen Gesten und privaten Aufnahmen.

In der Diskussionsrunde wollen wir uns von der Philosophin Olga Shparaga und ihrem Buch „Die Revolution hat ein weibliches Gesicht“ inspirieren lassen und sprechen über neue Formen und Möglichkeiten solidarischer Gemeinschaften.

Khan´s Flesh
Kristina Savutsina, Belarus/Deutschland 2021, 57 Min.
Anschließend Podiumsgespräch mit Kristina Savutsina und Georg Kussmann, moderiert von Agnieszka Kilian

Der Film Khan’s Flesh zeigt die Choreographie des Alltags in einem kleinen Ort in Belarus. Der Dokumentarfilm-Kritiker Emmanuel Chicon schreibt: „die Kamera erfasst eine Abfolge von Gesten, winzigen Nicht-Ereignissen und Ritualen, denen sich die Einwohner*innen aller Generationen dieser belarussischen Ortschaft unterwerfen. Khan’s Flesh zeigt Existenzen, die in einer unendlichen Gegenwart stillzustehen scheinen.“ Khan’s Flesh feierte Premiere am Visions du Réel Festival in Nyon.

Kristina Savutsina wurde 1989 in Riga, in eine belarussische Familie geboren. Von 1993 bis 2014 lebte sie in Belarus. 2011 schloss sie in Minsk ihr Studium der Kulturwissenschaften ab. Seit 2015 studiert sie Film und Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg. Savutsina beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit der gesellschaftlichen Ordnung und deren konkreten Ausprägungen in Belarus. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

Georg Kussmann ist 1989 in Halle (Saale) geboren und dort aufgewachsen. Er studierte Fotografie und Film an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Zur Zeit lebt er in Berlin und arbeitet als Künstler, Filmemacher und Kameramann.

Das Projekt findet im Rahmen des Programms „institutions extended“ (2019-2022) statt. Das Programm „institutions extended“ wird finanziert über den „Netzwerkfonds – Zukunftsinitiative Stadtteil II (ZI II)”, Programm “Sozialer Zusammenhalt“.

SİNEMA TRANSTOPIA

Haus der Statistik – Haus B, Otto-Braun-Str. 72
Berlin, 10178 Deutschland
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