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Berlin: Revolution praktizieren: Kurzfilmprogramm – Teil 1

2. September / 20:00

Vor einem Jahr gingen die Menschen in Belarus auf die Straße, um gegen die gefälschten Wahlen zu protestieren. Diese Proteste wuchsen zu einer der größten Demokratie-Bewegungen in der neueren Geschichte Europas. Die Philosophin Olga Shparaga beschreibt diese Bewegung als eine postnationale Bewegung und spricht vom “weiblichen Gesicht dieser Revolution”. Welche Formen kann heute der Widerstand gegen autoritäre staatliche Strukturen annehmen und welche Prozesse sind notwendig um ihn über längere Zeit aufrechtzuerhalten? Wie kann man diese Formen des Widerstands erfassen und neu erfinden? Welche Rolle spielt die verbindende Care-Politik und wie entstehen solidarische Gemeinschaften?

Die Videoarbeiten der aus Belarus stammenden Künstler*innen beleuchten verschiedene Perspektiven auf die Ereignisse im Laufe der Protestbewegung und die Situationen in welchen die Künstler*innen sich wiederfinden: Von kritischen Auseinandersetzung mit der staatlichen Propaganda in Belarus, Gegenüberstellung von “Sprache und Ästhetik” bis zu intimen Gesten und privaten Aufnahmen.

In der Diskussionsrunde wollen wir uns von der Philosophin Olga Shparaga und ihrem Buch „Die Revolution hat ein weibliches Gesicht“ inspirieren lassen und sprechen über neue Formen und Möglichkeiten solidarischer Gemeinschaften.

Revolution praktizieren: Kurzfilmprogramm

Die Videoarbeiten des Kurzfilmprogramms beleuchten verschiedene Perspektiven auf die Ereignisse im Laufe der Protestbewegung und die Situationen in welchen die Künstler*innen sich wiederfinden: Von kritischer Auseinandersetzung mit staatlicher Propaganda in Belarus, der Gegenüberstellung von Sprache und Ästhetik bis zu intimen Gesten und privaten Aufnahmen.

The F-Word/ Olia Sosnovskaya / a.z.h., Belarus 2021, 12 Min.
Der Film ist Teil der Produktionsplattform “Armed and Dangerous”: www.ozbroeni.in.ua
Scratches / Lesia Pcholka and Uladzimir Hramovich, Belarus 2021, 7 Min.
Pose. Position. Ways / Ala Savashevich, Polen 2019, 5 Min.
Oddam ramkę na zdjęcia / Giving away a frame for free / Ala Savashevich, Polen 2020, 2 Min.
Palipaduazennije / Language Lessons / Aleksander Komarov, Niederlande 2012, 20 Min.

Anschliessend Podiumsgespräch mit Alexey Bratochkin und Agnieszka Kilian.
Alexey Bratochkin ist ein belarussischer Historiker und unabhängiger Forscher. Er beschäftigt sich mit Fragen der nationalen Identität und Erinnerungskulturen in Belarus sowie im postsowjetischen Raum. Er ist Mitautor von wissenschaftlichen Sammelbänden wie beispielsweise After Soviet Marxism: History, Philosophy, Sociology, and Psychoanalysis in National Contexts (Belarus, Ukraine). Seit April 2021 ist er Gastdozent an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).

Agnieszka Kilian ist Kuratorin, Autorin und Forscherin mit juristischem Hintergrund.  Sie initiiert und kuratiert Projekte, die darauf abzielen, die Rolle der Kunst bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen zu stärken. Ihre Projekte haben oft kollaborative Strukturen, die auf der Gestaltung neuer Wissensformen basieren. Kuratierte Projekte: „Controlled Image“ (Mamuta Art Center Jerusalem 2010), “Dreams &Dramas.Law as Literature” (Ngbk Berlin 2017), “We,the People” (Central Slovakian Gallery 2018).

SİNEMA TRANSTOPIA

Haus der Statistik – Haus B, Otto-Braun-Str. 72
Berlin, 10178 Deutschland
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