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Bonn: Finissage der Ausstellung art is resistance – upshot l, Solidaritätskundgebung mit poetischer Lesung zur Nacht der erschossenen Dichter, Konzert MusicForBelarus

30. Oktober / 15:00 19:00 CEST

Belarussische Diaspora in NRW und Bewegung #MusicForBelarus laden am 30. Oktober 2021 zu Veranstaltungen im Rahmen der Kunstausstellung art is resistance – upshot l von Natasza Deddner ein.

15:00-16:30 Uhr, Theaterplatz & Am Fronhof, Eingang zur Fronhofer Galeria, Bonn Bad Godesberg.

Solidaritätskundgebung mit poetischer Lesung gewidmet der „Nacht der erschossenen Dichter“ (29.10.1937) in Belarus und den Opfern des Lukaschenkas Regimes.

16:30-17:00. kurzer Marsch zum Ausstellungsraum Raum B12 Bürgerstr. 12.

17:00-19:00, Ausstellungsraum Raum B12 Bürgerstr. 12, Bonn Bad-Godesberg

Finissage der Ausstellung art is resistance – upshot l von Natasza Deddner

Konzert #MusicForBelarus

detaillierte Beschreibung

Ausstellung

Ein Zeitungsartikel im faz.net „Repression in Belarus: Der Diktator, der nicht einmal vor Kindern halt macht“ vom 03.06.2002, bewegte die Konzeptkünstlerin Natasza Deddner diese Thematik künstlerisch zu visualisieren. Ganz stark beeinflusst wurde sie durch den Tod des 18 Jahre alten Dmitrij Stachowkij, der aus dem 15. Stock eines Hochhauses in den Tod sprang, um einer Haftstrafe in Belarus zu entkommen.

Natasza Deddner verarbeitet in ihren Gesamtwerk das menschliche Verhalten und daraus resultierende Zustände. Für die Ausstellung konzipierte Deddner zwei Videoinstallationen. Ergänzt ist die Arbeit mit belarusisch sprechenden Stimmen, die eine unheimlich starke Solidarität der Belarussen zeigen. Ergänzend sind noch großformatige schwarz-weiß Fotografien, Malerei und Rauminstallationen zu sehen.

Solidaritätskundgebung mit poetischer Lesung gewidmet der „Nacht der hingerichteten Dichter“ (29.10.1937) in Belarus und den Opfern des Lukaschenkas Regimes.

Der 29./30. Oktober 1937 ging als eine der dunkelsten Nächte in die Geschichte von Belarus ein. Mehr als 100 belarussische Wissenschaftler, Kulturschaffende, Schriftsteller und Dichter wurden in den Kellern des Minsker Gefängnisses des Volkskommisariats für Innere Angelegenheiten (NKWD) erschossen. 84 Jahre sind vergangen, aber die Folgen dieser Tragödie schmerzen noch immer in der belarussischen Gesellschaft als eine unheilbare Wunde. Denn das Lukaschenkas Regime ist nicht nur ein Ergebnis der antibelarussischen Politik, die vom Stalinschen Regime betrieben wurde, sondern auch deren aktiver Verfechter.

Im Programm:

– Reden über die Repressionen der 1930er und 2020er in Belarus (auf Deutsch)

– Lesung der poetischen Werke von Dichtern, die vom Stalinschen oder Lukaschenkas Regime verfolgt wurden (auf Belarussisch und in deutscher Übersetzung)

– Lieder moderner belarussischer Musiker zu den Texten verfolgter Dichter.

Finissage der Ausstellung von Natasza Deddner art is resistance – upshot l und Konzert #MusicForBelarus

Durch „upshot I“ kam Natasza Deddner mit der belarusischen Diaspora in Kontakt, wodurch das ganze Projekt eine sehr starke Dynamik entwickelte. Dem Projekt von Deddner schlossen sich Musiker von der Bewegung #MusicForBelarus an, die Konzerte veranstaltet, um Spenden für politisch Verfolgte, Geflüchtete sowie deren Familien zu sammeln, sowie Redner, die Vorträge über Belarus, dessen Geschichte, Kultur und die politische Fragestellungen halten, wie auch viele andere Künstler, um die Solidarität zu stärken.

Im Programm:

– Reden von Natasza Deddner und Mitgliedern der belarussischen Diaspora

– Vorstellung des studentischen Projekts an der University of Applied Sciences/FH Dortmund unter der Leitung von Udo Milbret

– Konzert #MusicForBelarus: belarussische Volkslieder, Maurice Ravel Boléro, Lieder des modernen belarussischen Widerstands

– Ausschnitt der Radiosendung über die belarussische Disapora in NRW von Katja Artsiomenka, der freien Radiofeature-Autorin und Professorin für Journalismus an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln.

Studentisches Projekt an der University of Applied Sciences/FH Dortmund unter der Leitung von Udo Milbret

Studierende der Fachrichtung Kommunikationsdesign, Film und Fotografie an der Fachhochschule Dortmund Fachbereich Design haben sich im Sommersemester 2021 mit dem Thema „Belarus“ und den in NRW lebenden Belaruss*innen auseinandergesetzt. Es entstanden unterschiedliche Projekte aus Grafiken, Illustrationen und Fotografien mit Geschichten aus NRW. Veröffentlicht werden diese Beiträge in einer Zeitung, auf einer Webseite und auf Instagram.

Jede_r Veranstalter_in einer Demonstration, einer Ausstellung, eines Konzerts und einer anderen Aktion zur Unterstützung eines freien Belaruses hat die Möglichkeit, Informationen über diese Veranstaltung auf unserer Website zu veröffentlichen, unabhängig davon, ob er oder sie ein Mitglied des Vereins ist. Unser Ziel ist es, maximale Aufmerksamkeit auf alle Veranstaltungen zu lenken, auch von Seiten der deutschen Gesellschaft. In jeder Ankündigung werden die Organisator_innen angegeben, ihre Kontaktdaten (Konten in sozialen Netzwerken) sowie ein Link zur Veranstaltung. Um eine Veranstaltung auszurichten, schreiben Sie einfach eine E-Mail an contact@razam.de und geben Sie im Betreff „Termine“ an!