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Treffen mit der Diaspora in Berlin: Sviatlana Tsikhanouskaya bittet um noch stärkere Unterstützung

Mit großem Jubel begrüßte die belarusische Diaspora am Sonntag, den 13. Dezember, auf dem Berliner Gendarmenmarkt Sviatlana Tsikhanouskaya, die als „people’s leader of Belarus“ seit der durch den vormaligen Amtsinhaber Lukashenka gestohlenen Wahl vom August 2020 zum Gesicht der Protestbewegung wurde und derzeit von Regierungen vieler demokratischer Länder empfangen wird. In ihrer Rede forderte sie die im Ausland lebenden Belarus*innen auf, ihren Protest und ihre Aktionen fortzuführen, zu verstärken und den Druck auf das Regime von außen zu erhöhen. Die Diaspora solle auf die Regierungen ihrer Länder noch stärker einwirken, um diese zu einem noch entschiedeneren Handeln zu bewegen.

Sviatlana Tsikhanouskaya erinnerte daran, dass die Menschen in der Heimat müde und erschöpft seien vom Protest und auf jetzt mehr denn je auf Unterstützung angewiesen seien. So könne beispielsweise jeder einzelner die graue Gefängnisroutine politischer Gefangener aufhellen mit mindestens einem Brief oder einer Postkarte pro Woche.

Im Namen der Evangelischen Kirche Deutschlands, die diesen Besuch ermöglichst hatte, dankte der Pastor und Ökumenereferent des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg, Kai Feller, Sviatlana Tsikhanouskaya für ihren unermüdlichen Einsatz und übergab ein Geschenk der Hamburger Diaspora.

Im Anschluss an ihre Rede sprach Sviatlana Tsikhanouskaya nicht nur mit Journalisten, sondern nahm sich Zeit für die Teilnehmenden der Aktion, die sich mit Fragen, Vorschlägen oder Dankesworten an sie wandten.

Über einen Live-Stream des Vereins RAZAM konnten all diejenigen, die nicht persönlich zum Berliner Gendarmenmarkt kommen konnten, das Treffen von zu Hause aus verfolgen.