RAZAM Belarusische Gemeinschaft e.V.

Belarus-Events

(Fast) alle Belarus-Events deutschlandweit an einer Stelle! Lassen Sie auch Ihre Veranstaltung hier eintragen:

Belarus-Events

(Fast) alle Belarus-Events deutschlandweit an einer Stelle! Lassen Sie auch Ihre Veranstaltung hier eintragen:

Nothing Found

Nothing Found

PUKST

 

Sergei Pukst ist ein bekannter Underground-Musiker aus Minsk in Belarus. Wie viele andere auch musste er das Land nach der politischen Krise im Jahr 2020 verlassen. Heute lebt er in Warschau und gibt Konzerte in vielen europäischen Städten.

Als Sänger und Avantgarde-Künstler hat er im Laufe seiner Karriere in verschiedenen Genres gearbeitet, von denen einige selbstdefiniert sind, wie beispielsweise nihilistischer Jazz. 1987 begann er, mit Garage-Punk und psychedelischer Musik zu experimentieren. Später setzte er seine Arbeit mit Punk- und Noise-Musik fort. Nach zwei Soloalben gründete er im Jahr 2004 die Pukstband. Als Experimentator verlieh Sergei Pukst auch dem Chanson eine persönliche Note, indem er als Georgiy Dobro boshaft-satirische Parodien sang. Seine Musik durchlebt stetige Transformationen, die vom Surrealismus geprägt sind. Er verleiht den Geschehnissen unserer Zeit einen einzigartigen Ausdruck und bietet seinem Publikum mit jedem Auftritt ein unvergessliches, energiegeladenes Erlebnis.

 

Eine Begegnung mit Pukst ist kein Event. Es ist ein Ritual. Komm unbedingt vorbei!

PUKST

Sergej Pukst (Minsk) mischt Punk mit Folklore zu einem samizdat-tauglichen Soundtrack des Widerstands. Seine Lieder sind zerkaute Sowjet-Nostalgie, gesungen mit der Stimme eines Straßenpredigers im Schlechtwetter. g.rag / zelig implosion deluxxe (München) zerlegen No Wave in seine Einzelteile: Gitarren klingen wie zerbrochenes Glas, Texte wie Telegramme aus dem Unterbewusstsein. Ihr Sound ist der nervöse Takt der Stadt – eine Dada-Party im U-Bahn-Schacht. Golden Boots (Arizona) verwandeln die Wüste in einen psychedelischen Traum. Zwischen Lo-Fi-Country und krautiger Verzerrung erzählen sie Geschichten von Geistern, die nie ankamen. Hier ist das Surreale warm wie ein Staubsturm bei Sonnenuntergang.“

Eröffnet wird der Waggon-Im-Exil-Abend mit einem Musiker, der tatsächlich im Exil (in Polen) leben muß: Wir freuen uns auf den Unplugged-Auftritt des bekannten belarussischen Undergroundmusikers Sergej Pukst, dessen in seiner Muttersprache geschriebenen Punksongs einen – wie ein Kritiker es ausdrückte – „von surrealistischer Gewalt erfüllten“ persönlichen Stil ausdrücken. Sergei ist Musiker mit Leib und Seele, Multiinstrumentalist, Dichter und Komponist und hat eine einzigartige Stimme – die stilistisch an Morten Harket von der beliebten norwegischen Band A-ha aus den 80ern erinnert -… aber Sergis Stil ist natürlich viel kantiger.
https://rateyourmusic.com/artist/сергей-пукст?
https://www.youtube.com/watch?v=UrxNV1JhLyU

PUKST

Сяргей Пукст – гэта музыка-наватар, які спалучае розныя жанры, мелодыі і метафарычныя, часам і саркастычныя, тэксты, каб стварыць мастацтва. Музыка Сяргея пачынае трэнды і натхняе аматараў беларускага андэграўнду.

Каб завочна пазнаёміцца з Сяргеем, можна паглядзець аналіз яго творчасці на Міністэрстве Сепультуры ці інтэрв’ю Еўрарадыё на Ідэі Х. А каб зрабіць з завочнага знаёмства сапраўднае, запрашаем на канцэрт!

⏰ Калі? 24 кастрычніка а 19:00
? Дзе? Kvartira 62 Lübbener Str. 18, 10997 Berlin
? Уваход вольны, музыка будзе ўдзячны данатам

Dresden: Батлейка з Маляванычам

Даражэнькія хлопчыкі і дзяўчынкі, а таксама тыя, хто ўжо клічуць сябе дарослымі!

Запрашаем вас у падарожжа ў краіну дзяцінства з прафесіянальным гідам, спадаром Маляванычам!

? Што нас чакае:

?Гульні, загадкі і казкі для дзяцей, настольны спектаклік «Пэпі Доўгая Панчоха“

? Аповед пра тое, як стваралася легендарная «Калыханка»

экскурс у гісторыю беларускай батлейкі.

? Рэканструкцыя батлеечнага спектакля «Салдат і чорт».

?, 2 кастрычніка 2025

?Пачатак: 18:00

?️ Уваход за данаты. Мінімальная пажаданая сума €15

Батлейка з Маляванычам

Даражэнькія хлопчыкі і дзяўчынкі, а таксама тыя, хто ўжо клічуць сябе дарослымі!

Запрашаем вас у падарожжа ў краіну дзяцінства з прафесіянальным гідам, спадаром Маляванычам!

? Што нас чакае:

– Гульні, загадкі і казкі для дзяцей, настольны спектаклік «Пэпі Доўгая Панчоха“

– Аповед пра тое, як стваралася легендарная «Калыханка»

экскурс у гісторыю беларускай батлейкі.

– Рэканструкцыя батлеечнага спектакля «Салдат і чорт».

? Субота, 4 кастрычніка 2025

?Пачатак: 16:00

? Virchowstrasse 80b, Hamburg

?️ Уваход за данаты. Мінімальная пажаданая сума €20

Rasender Stillstand Belarus – eine Revolution und die Folgen

Vor fünf Jahren legte die belarusische Zivilgesellschaft ihr demokratisches Gesellenstück vor: Millionen gingen 2020 gegen das absurde System des Diktators Lukaschenko auf die Straße. Der antwortete mit brutaler Repression. Welche Auswirkungen hat die Repression durch das Regime heute auf die Gesellschaft? Wie sehen Alltag und Atmosphäre in Belarus mit seinen vielen Tausenden politischen Gefangenen aus? Was treibt die Unterstützer des Regimes? Und die Führung der Opposition im Exil? Welche Szenarien für einen Wandel sind überhaupt denkbar? Diesen Fragen geht Ingo Petz, einer der besten Kenner der Geschichte, Kultur und Politik von Belarus, in dieser Flugschrift nach, die beim Berliner Verlag edition.fotoTAPETA erschienen ist.
Bei unserer Veranstaltung stellt Ingo Petz sein Buch in einem Gespräch mit der Historikerin und langjährigem Beiratsmitglied Katharina Heinrich vor.
Die Veranstaltung wird auch auf dem YouTube-Kanal des Lew Kopelew Forums übertragen.

Pressestimmen:
„Ingo Petz´ „Rasender Stillstand“ ist Geschichtswerk, Gegenwartsanalyse und Menschenrechtshandbuch zugleich – und kommt gerade zur rechten Zeit, um Diktator Lukaschenkas Vision der institutionalisierten Gedächtnislöcher etwas Emanzipatorisches entgegenzusetzen“, Marko Martin für LibMod.

„Petz analysiert die Entstehung der Protestbewegung, die auf Graswurzel-Initiativen während der Corona-Zeit aufbaute, den Verlauf und die Ausdrucksformen der Proteste, die Gründe für die Langlebigkeit des Regimes und dessen Krieg gegen die eigene Bevölkerung, die Demokratiebewegung im Exil, und wie sich der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine auf Belarus und die belarusisch-ukrainischen Beziehungen auswirkt. Dabei hat er einerseits immer einen größeren Rahmen im Blick, so ordnet er die belarusische Revolution in die Geschichte der Emanzipationsbewegungen im östlichen Europa und in die Geschichte der belarusischen Nationswerdung ein, andererseits nimmt er den Leser an konkrete Orte wie die Minsker Hinterhöfe mit, die „zum Ausdruck der steilen Lernkurve in Sachen Demokratie und Selbstorganisation“ wurden. Er spricht mit belarusischen Wissenschaftlern und Autorinnen, stellt den vielfältigen belarusischen Kultursektor vor und webt in den Text auch Zitate aus Songs belarusischer Bands ein. So entsteht ein buntes und lebendiges Panorama, das zeigt, dass die Demokratiebewegung trotz Exil, Repressionen und Krieg weiterhin eine „vitale Einheit“ ist.“ Stefan Kube, RGOW

„Rasender Stillstand“ profitiert von Petz’ jahrelanger Erfahrung mit Belarus. Es ist ein wichtiges Buch, in einer Zeit, in der die belarussische Gesellschaft in Vergessenheit zu geraten droht. Petz warnt vor einem „sich zusehends schließenden Eisernen Vorhang“, von dem vor allem Russland profitieren würde.“ Othmara Glas, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ingo Petz, geboren 1973 in Stolberg/Rheinland, Journalist und Autor, studierte Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Politikwissenschaft in Köln und Russland. Petz gilt als einer der besten Kenner der Geschichte, Kultur und Politik von Belarus. Beim online-Portal dekoder.org leitet er die Belarus-Redaktion. Seine Texte und Analysen sind in renommierten nationalen und internationalen Publikationen erschienen. Petz hat bei der Dürener/Aachener Zeitung gelernt und bei der Kölnischen Rundschau volontiert. Er ist Autor mehrere Bücher. Petz hat zahlreiche Kulturprojekte mit belarussischen Musikern und Schriftstellern organisiert. Er ist Mitgründer des Demokratisierungsprojekts „Fankurve Ost – Fußball-Fankultur in der Offenen Gesellschaft“, zudem hat er Journalismus an belarussischen und ukrainischen Bildungseinrichtungen unterrichtet.

Die Veranstaltung wird auf dem YouTube-Kanal des Lew Kopelew Forums übertragen.

Die Revolution hat ein weibliches Gesicht

Das Buch Die Revolution hat ein weibliches Gesicht(Suhrkamp 2021) der belarussischen Philosophin Olga Shparaga berichtet über die Revolution in Belarus 2020 und über die zentrale Rolle der Frauen in diesem Prozess. Was sich seit den Präsidentschaftswahlen am 9. August 2020 in Belarus abspielt, geht über eine regionale Protestbewegung gegen gefälschte Wahlen weit hinaus. Der Brutalität des Regimes setzen Hunderttausende mutige Bürger*innen aller gesellschaftlicher Schichten Gewaltfreiheit, kreative Vielfalt und dezentrale Selbstorganisation entgegen. In Minsk und vielen anderen Städten des weithin unbekannten Landes zwischen Russland und der EU wird Geschichte geschrieben. Weiblich, friedlich, postnational – so charakterisiert die Autorin die Umwälzung in ihrem Land und stellt die Ereignisse in den Kontext europäischer und globaler Emanzipationsbewegungen.

Im Gespräch mit Inke Arns, Co-Kuratorin von Genossin Sonne und Direktorin des HMKV. Der Eintritt ist frei.

Olga Shparaga, geboren 1974, studierte Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum und an der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk. Zwischen 2001 und 2014 lehrte sie an der European Humanities University in Minsk (seit 2005 aus dem Exil in Vilnius). 2014 gründete sie zusammen mit ihrem Kolleg*innen das European College of Liberal Arts in Belarus (ECLAB) in Minsk. 2020 wurde sie zweimal verhaftet und ging daraufhin ins Exil. Im Wintersemester 2025 war sie Käthe Leichter Gastprofessorin an der Universität Wien und im Moment forscht sie als Gastwissenschaftlerin an der FernUniversität Hagen. Shparaga ist Mitglied der feministischen Gruppe, gegründet während der Proteste in Belarus als Teil vom Koordinierungsrat, politischen Organ der Opposition gegen den Diktator Alexander Lukaschenko. 2024 wurde ihr der Voltaire-Preis der Universität Potsdam verliehen.

Fünfter Jahrestag der Demokratiebewegung in Belarus

Der 9. August 2020 wurde zur Zeitenwende für Belarus: die dreiste Fälschung der Präsidentschaftswahl und die unvorstellbare Gewalt gegen friedlich Demonstrierende trieben Hunderttausende auf die Straße. Fünf Jahre später ist der Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie noch nicht vorbei.

Gemeinsam gehen wir auf die Straße – für ein freies Belarus, für die Freilassung aller politischen Gefangenen und gegen das Vergessen.

Aufzugstrecke durch die Innenstadt: Heumarkt – Unter Käster – Alter Markt – Am Hof – Kleine Budengasse – Alter Markt – zurück zum Heumarkt

Unsere Botschaft bleibt klar:
Für Demokratie in Belarus!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Keine Diktatur – nicht vergessen, nicht verzeihen!

Gedenken an den 9. August 2020

Am Jahrestag der gefälschten Wahl von 2020 versammeln wir uns zu einer stillen, symbolischen Geste des Gedenkens:
Wir legen schwarze Blumen an unserem symbolischen Mauerstück nieder:

? Die Blumen können entweder natürlich schwarz sein, zu Hause gefärbt oder direkt vor Ort gemeinsam gefärbt werden.

Kommt vorbei, bringt Blumen mit – als Zeichen der Trauer und der Solidarität mit den Opfern von Repression, Gewalt und Unrecht in Belarus.

Nach oben